Schwangerschaft & Kinderwunsch
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Folsäure, Vitamin D und Co.: Die wichtigsten Vitamine und Nährstoffe für werdende Mütter 

Dr. Elisabeth Lerchbaum
November 19, 2024
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Inhalte

Es ist ratsam folgende Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel während der Schwangerschaft einzunehmen und so für die gesunde Entwicklung des Kindes zu sorgen. 

Folsäure

Optimalerweise sollten Sie bereits 3 Monate vor der Schwangerschaft Folsäure einnehmen. Konkret sollten Sie in Ergän­zung zu einer ausge­wo­genen Ernäh­rung 400 μg Folsäure pro Tag in Form von Supple­menten einnehmen. Wenn vor der Schwan­ger­schaft keine Folsäu­re­sup­ple­men­tie­rung erfolgt ist, sollten Sie im ersten Trimenon höhere Dosen einnehmen.

Vitamin D

Der Vitamin D-Mangel ist sehr häufig und betrifft bis zu 70 % aller Frauen im gebärfähigen Alter. Ein ausgeprägter Vitamin D-Mangel reduziert die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden. Während der Schwan­ger­schaft steigt der Vitamin D-Bedarf unter anderem durch Verän­de­rungen des Hormon­haus­haltes und aufgrund des höheren Körper­ge­wichts deut­lich an. Viele Frauen sind daher von einem Vitamin D-Mangel betroffen. Leider ist der Vitamin D-Mangel in der Schwan­ger­schaft mit einem erhöhten Risiko für Fehl­ge­burten, Früh­ge­burten und Kompli­ka­tionen wie einem Gesta­ti­ons­dia­betes verbunden. Daher sollte der Vitamin D-Spiegel in der Schwan­ger­schaft jeden­falls bestimmt werden. Je nach Vitamin D-Spiegel sollten Sie auch ein Vitamin D-Präparat einnehmen. Die Dosis richtet sich dabei nach der Höhe des Vitamin D-Spie­gels und liegt meist zwischen 1000 und 4000 IE täglich. Bei schwerem Vitamin D-Mangel können auch höhere Dosen erfor­der­lich sein. 

Jod

Auf eine ausreichende Jodzufuhr sollte bereits präkonzeptionell geachtet werden. Dies ist meist eben­falls nur in Form von Supple­menten möglich (150 µg/ Tag). Diese Jodprä­pa­rate sollten Sie während der gesamten Schwan­ger­schaft einnehmen. Wenn Sie an einer Schild­drü­sen­er­kran­kung leiden, sollte vor der Einnahme des Jodprä­pa­rates eine ärzt­liche Bera­tung erfolgen. Im Falle eines Hashi­moto ist die Einnahme beson­ders wichtig. Damit ermög­li­chen Sie eine ausrei­chende Produk­tion von Schild­drü­sen­hor­monen.

Eisen

Eisenmangel ist in der Schwangerschaft ein häufiges Problem. Die Bestim­mung des Blut­bildes und des Eisen­status ist daher vor allem bei Beschwerden wie Müdig­keit oder einge­schränkter Leis­tungs­fä­hig­keit wichtig. Ein Eisen­mangel ist in der Schwan­ger­schaft mit einem erhöhten Risiko für eine Früh­ge­burt und ein geringes Geburts­ge­wicht verbunden. Umge­kehrt ist jedoch auch eine zusätz­liche Eisen­zu­fuhr bei Schwan­geren ohne Eisen­mangel mit Kompli­ka­tionen verbunden. Daher sollten Sie ohne vorhe­rige Bestim­mung des Eisen­status keine Eisen­prä­pa­rate einnehmen. Sollte die orale Einnahme von Eisenpräparaten nicht möglich sein, dann kann eine Eiseninfusion erforderlich sein, diese können Sie sehr gerne im Endokrinologikum durchführen lassen.

DHA

Schwan­gere, die fett­rei­chen Meeres­fisch unre­gel­mäßig oder gar nicht verzehren, sollten auch DHA einnehmen. 

Kalzium

Eine ausreichende Kalziumzufuhr mit 1000-1500 mg/Tag ist in der Schwangerschaft vor allem für die Gesundheit der werdenden Mutter von großer Bedeutung. Denn andern­falls steigt das Risiko für eine Schwan­ger­schafts-indu­zierte Osteo­po­rose. Auch in der Still­zeit sollte auf eine ausrei­chende Kalzi­um­zu­fuhr mit 1500 mg/ Tag geachtet werden. Denn durch die Milch­pro­duk­tion steigt der Kalzi­um­be­darf deut­lich an. Damit Kalzium gut aufge­nommen werden kann, muss ein ausrei­chend hoher Vitamin D-Spiegel vorhanden sein. Opti­ma­ler­weise wird der gesamte Kalzi­um­be­darf über die Ernäh­rung abge­deckt. Sollte dies nicht möglich sein, dann muss ein Kalzi­um­sup­ple­ment einge­nommen werden. Die besten Kalzi­um­lie­fe­ranten sind Milch- und Milch­pro­dukte. Auch manche Gemü­se­sorten wie Brok­koli, Grün­kohl und Rucola enthalten große Mengen Kalzium. Ebenso sind einige Nüsse wie Hasel­nüsse und Para­nüsse gute Kalzi­um­lie­fe­ranten. (Eine Übersicht über den Kalzi­um­ge­halt von Nahrungs­mit­teln finden Sie hier (https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/calcium/).) 

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