Schwangerschaft & Kinderwunsch
Lesezeit: 15 Minuten

PCO-Syndrom: Ursachen, Symptome und effektive Behandlungsansätze 

Dr. Elisabeth Lerchbaum
Dezember 11, 2024
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Inhalte

Das PCO-Syndrom oder Poly­zys­ti­sches Ovar-Syndrom ist eine komplexe Erkran­kung. Diese kann eine Viel­zahl von verschie­denen Symptomen und Beschwerden mit sich bringen. Typisch sind eine vermehrte Körperbehaarung, Akne und unreine Haut, Haarausfall, Zyklusstörungen. Auch Probleme, schwanger zu werden sowie Übergewicht bzw. rasche Gewichtszunahme und Schwierigkeiten bei der Gewichtsreduktion zählen den Symptomen des PCO-Syndroms. Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie gerne auch meinen Fach­ar­tikel über das PCOS. 

Ursachen des PCO-Syndroms

Ob Sie ein PCO-Syndrom entwickeln oder nicht hängt hauptsächlich von der Veranlagung ab. Aus Fami­li­en­un­ter­su­chungen und gene­ti­schen Studien weiß man, dass die Gene eine große Rolle spielen. Wenn Ihre Mutter oder Schwester ein PCOS haben, dann ist auch Ihr Risiko für ein PCOS erhöht. Der Schwe­re­grad des PCOS, das heißt wie hoch die männ­li­chen Hormone sind oder wie ausge­prägt die Zyklus­pro­bleme sind, ist teil­weise vom Lebens­stil abhängig. Mit zuneh­mendem Körper­fett­an­teil und mangelnder Bewe­gung nehmen häufig auch die Beschwerden zu. Umge­kehrt führt regel­mä­ßiges Ausdauer- und Kraft­trai­ning und das Errei­chen (oder Beibe­halten) des Normal­ge­wichts (BMI zwischen 20 und 25 kg/ m²) zu einer Verbes­se­rung der Beschwerden. 

Diagnose des PCO-Syndroms

Um die Diagnose PCO-Syndrom stellen zu können, müssen 2 der 3 folgenden Kriterien erfüllt sein: 

  1. Erhöhte männ­liche Hormone oder klini­sche Zeichen für einen Testo­ste­ron­über­schuss:
    Ob erhöhte männ­liche Hormone vorhanden sind, kann mittels Hormon­s­tatus abge­klärt werden. Klini­sche Zeichen für erhöhte männ­liche Hormone können eine vermehrte Körper­be­haa­rung (Hirsu­tismus), Akne oder Haar­aus­fall sein. 

  1. Zyklus­un­re­gel­mä­ßig­keiten mit einem fehlenden oder seltenen Eisprung:
    Zeichen für einen seltenen oder fehlenden Eisprung kann ein gänz­li­ches Ausbleiben der Regel­blu­tung sein. Aber auch eine lange (mehr als 35 Tage Abstand zwischen den Regel­blu­tungen) oder kurze Zyklus­dauer (weniger als 25 Tage Abstand zwischen den Regel­blu­tungen) ist ein Hinweis auf Probleme mit dem Eisprung. Das Führen eines Zyklus­ka­len­ders kann hilf­reich sein. Auch das Beob­achten des Zervix­schleims kann einen Hinweis auf den Eisprung geben. Der Zervix­schleim ist zunächst milchig-trüb und wird in den Tagen vor dem Eisprung immer klarer. Außerdem verän­dert sich die Konsis­tenz von klebrig und zäh zu flüssig und faden­zie­hend. Eine genaue Analyse, ob ein Eisprung vorhanden ist, ist auch mittels LH-Bestim­mung im Harn (Strei­fen­test) zuhause möglich.

  1. Viele kleine Zysten in den Eier­stö­cken (poly­cys­ti­sche Ovarien):
    Mittels Ultra­schall­un­ter­su­chung bei der Frau­en­ärztin oder dem Frau­en­arzt werden die Eier­stöcke unter­sucht und Zysten diagnos­ti­ziert. Andere Erkran­kungen, die ähnliche Symptome verur­sa­chen können, müssen vor der Diagno­se­stel­lung ausge­schlossen werden. Beispiele hierfür sind u. a. eine unbe­han­delte Schild­drü­sen­un­ter­funk­tion oder eine Prol­ak­ti­n­er­hö­hung.

Welche Unter­su­chungen werden bei einer PCOS-Abklä­rung gemacht?

In meiner Ordination erfolgt zuerst ein ausführliches Gespräch zu Ihrer Vorgeschichte und Ihren Beschwerden. Wenn Sie Vorbe­funde haben, v. a. einen gynä­ko­lo­gi­schen Fach­be­fund, in dem even­tuell vorlie­gende poly­cys­ti­sche Eier­stöcke beschrieben werden, bringen Sie diesen bitte mit. Danach erfolgt eine Blut­ab­nahme für den Hormon­s­tatus. Im Rahmen der PCOS-Abklä­rung bestimme ich nicht nur den Testo­ste­ron­spiegel, sondern auch die männ­li­chen Hormone der Neben­niere (DHEAS und Andros­ten­dion). Das ist notwendig, um in weiterer Folge mit Ihnen gemeinsam einen möglichst indi­vi­du­ellen Thera­pie­plan erstellen zu können. 

Die Schilddrüse wird routinemäßig ebenfalls untersucht. Bei Bedarf führe ich eine Ultra­schall­un­ter­su­chung durch. Wenn die Diagnose PCOS gesi­chert ist und zusätz­liche Probleme wie z. B. Überge­wicht, Gewichts­schwan­kungen oder Kinder­wunsch vorhanden sind, empfehle ich Ihnen die Durch­füh­rung eines Zucker­be­las­tungs­test. In diesem Fall müssen Sie nach der Blut­ab­nahme ein Glas mit einer Zucker­lö­sung trinken. Nach 1 Stunde und nach 2 Stunden nehme ich Ihnen noch­mals Blut ab. So können sehr frühe Verän­de­rungen bzw. Vorstufen zu einem Diabetes mellitus wie eine Insulinresistenz oder eine Glucosetoleranzstörung diagnos­ti­ziert werden. 

Zur Unter­su­chung, die in den meisten Fällen eine Blutabnahme beinhaltet, sollten Sie nüch­tern kommen. 
Wenn alle Ergeb­nisse vorliegen (das dauert 1–2 Wochen), bespre­chen wir die Ergeb­nisse in einem Bera­tungs­ge­spräch und verein­baren gemeinsam einen weiteren Thera­pie­plan. Wenn notwendig, werde ich weitere Unter­su­chungen durch­führen oder veran­lassen. 

Folgen von PCOS

Je nach Schwe­re­grad, Alter und Körper­ge­wicht kann ein PCOS unter­schied­liche Folgen haben. 

  • Folgen von PCOS für die Fruchtbarkeit: 
    Durch das (teilweise) Ausbleiben des Eisprunges kann die Fruchtbarkeit reduziert sein. Mit zuneh­mendem Alter steigt das Risiko für Probleme mit der Empfängnis. Das heißt, die frühe Umset­zung des Kinder­wun­sches ist ratsam, sofern es die persön­liche Lebens­si­tua­tion zulässt. Wenn es einen Hinweis auf Schwie­rig­keiten mit dem Eisprung gibt (Ausbleiben der Regel­blu­tung, lange oder kurze Zyklus­dauer), sollte eine zeit­nahe Abklä­rung erfolgen. So kann ggf. eine Therapie einge­leitet werden. Auch Über- und Unter­ge­wicht in Kombi­na­tion mit dem PCO-Syndrom haben einen ungüns­tigen Effekt auf den Eisprung und die Wahr­schein­lich­keit schwanger zu werden. 

  • Auswirkungen des PCO-Syndroms auf eine Schwangerschaft: 
    In der Schwangerschaft kann das Risiko für Fehlgeburten und Komplikationen erhöht sein. Wenn ein PCO-Syndrom bekannt ist, sollte zeitnah nach dem Bekannt­werden der Schwan­ger­schaft ein Zucker­be­las­tungs­test erfolgen. Durch eine recht­zei­tige Diagnose und Behand­lung können Kompli­ka­tionen meist verhin­dert werden. 

  • Auswirkungen der Krankheit auf den Stoffwechsel: 
    Durch die hohen männlichen Hormone und die damit verbundene Insulinresistenz nehmen viele Frauen mit PCOS sehr leicht an Gewicht zu. Eine Gewichts­re­duk­tion ist oft nur schwer möglich. Aufgrund der hohen männ­li­chen Hormone kommt es häufig zu einer stamm­be­tonten (apfel­för­migen) Fett­ver­tei­lung. Dieses vermehrte Bauch­fett führt zu einem erhöhten Risiko für einen Diabetes mellitus. 

  • Folgen des PCO-Syndroms für Haut und Behaarung: 
    Der Überschuss an männlichen Hormonen führt häufig zu einer ausgeprägten Körperbehaarung im Bereich von Oberlippe, Kinn, Brust, Bauch, Oberschenkel und Rücken. Auch sehr unreine und fettige Haut sowie Akne sind eine häufige Folge des PCO-Syndroms. Hier erhalten Sie weitere Infor­ma­tionen zu den Auswir­kungen für Haut und Behaa­rung. 

Wie kann ein PCOS behan­delt werden?

Die Therapie des PCO-Syndroms ist abhängig von den Symptomen bzw. Beschwerden und Ihren indi­vi­du­ellen Wünschen. Bei vielen normal­ge­wich­tigen Frauen, die nur leichte Zyklus­un­re­gel­mä­ßig­keiten und keine Probleme mit Behaa­rung oder Akne haben, ist keine Therapie erfor­der­lich. 
Die Grund­lage jeder PCOS-Therapie sind Lebens­stil­maß­nahmen. Ein normales Körper­ge­wicht (BMI 20 bis 25 kg/ m²) und regel­mä­ßige körper­liche Bewe­gung (75 Minuten inten­sives Ausdau­er­trai­ning pro Woche oder 150 Minuten moderates Ausdau­er­trai­ning in Kombi­na­tion mit 2x wö­chent­li­chem Muskel­auf­bau­trai­ning) sind die Basis in der Behand­lung des PCOS. 

Behand­lung von PCOS bei Zyklus­un­re­gel­mä­ßig­keiten

Ein unre­gel­mä­ßiger Zyklus erfor­dert nicht zwin­gend eine Behand­lung. Ein Thera­pie­ver­such mit pflanz­li­chen Präpa­raten wie z. B. Mönchs­pfeffer (Agnu­caston) oder Myoinositol kann zu einer Verbes­se­rung führen. Die effek­tivste Therapie ist die Einnahme einer Pille. Aller­dings wirkt diese nur für den Zeit­raum der Einnahme. Nach dem Absetzen verstärken sich die Zyklus­un­re­gel­mä­ßig­keiten häufig für einige Monate. Regel­mä­ßige gynä­ko­lo­gi­sche Unter­su­chungen sind wichtig unter anderem zur Kontrolle der Gebär­mut­ter­schleim­haut. Da die langjährige Einnahme der Pille auch unabhängig vom Bestehen eines PCOS zu Zyklusunregelmäßigkeiten führen kann, sollte das Einleiten einer Pille kritisch hinterfragt bzw. im Falle einer bereits bestehenden Pilleneinnahme ein mögliches Absetzen regelmäßig besprochen werden.  

PCO-Syndrom: Behand­lung bei Kinder­wunsch

Die Intensität der Abklärung und der Therapieplan sind im Wesentlichen abhängig vom Alter und von der Dauer des unerfüllten Kinderwunsches. 

Bei einem Alter von >30 Jahren sollte nach spätes­tens 6 Monaten uner­fülltem Kinder­wunsch und regel­mä­ßigem unge­schützten Geschlechts­ver­kehr eine weitere Abklä­rung und ggf. auch Therapie einge­leitet werden. 

Wenn Sie unter 30 Jahre alt sind, kann bis zu einem Jahr abge­wartet werden, bevor eine weitere Abklä­rung oder Therapie erfolgt. 

Bei drin­gendem Kinder­wunsch kann selbst­ver­ständ­lich sofort eine Abklä­rung erfolgen und ggf. auch eine Therapie einge­leitet werden. 

Grund­lage sind das Führen eines Zyklus­ka­len­ders und Maßnahmen zur Detek­tion des Eisprunges (z. B. LH-Strei­fen­test im Harn). Wenn kein Eisprung vorhanden ist, kann dieser z. B. mittels Clomi­phen ausge­löst werden. Wenn das medi­ka­men­töse Auslösen des Eisprunges (vorerst) nicht gewünscht wird, kann mit neben­wir­kungs­är­meren Methoden, wie z. B. einer Metformin-Therapie für einige Monate versucht werden, das Zyklus­ver­halten zu verbes­sern. Metformin ist ein seit vielen Jahr­zehnten in der Diabetes-Therapie verwen­detes Medi­ka­ment, das auch bei Frauen mit PCO-Syndrom posi­tive Effekte haben kann. Der Vorteil ist, dass etwaige Neben­wir­kungen sich auf Magen-Darm-Beschwerden (flaues Gefühl, leichte Übelkeit, weicher Stuhl, Bauch­schmerzen) beschränken, die meist schnell vorbeigehen. Wenn Metformin nicht vertragen wird oder nicht wirksam ist, kann es jeder­zeit ohne Probleme abge­setzt werden. 

Übergewicht kann ein Problem sein, da es die Eizellreifung, den Eisprung und die Einnistung behindern kann. Durch die neuen modernen Adipositas-Therapien (Abnehmspritze), kann über den Zeitraum von 3-4 Monaten eine signifikante Gewichtsreduktion von 10-15% erreicht werden, was das Schwanger werden deutlich erleichtert und auch das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen deutlich reduziert.  

Der Vitamin D-Spiegel sollte bei Kinder­wunsch eben­falls bestimmt werden, da der Vitamin D-Mangel sich ungünstig auf den Eisprung und die Einnis­tung der befruch­teten Eizelle auswirkt. Je nach Vitamin D-Spiegel empfehlen wir eine opti­male Vitamin D-Dosis, um den Mangel möglichst rasch und sicher auszu­glei­chen. 

Hashi­moto tritt bei Frauen mit PCOS häufiger auf. Darum erfolgt immer eine Schild­drü­sen­ab­klä­rung und bei Bedarf das Einleiten einer Schild­drü­sen­hor­mon­s­ub­sti­tu­tion. 

Therapie bei vermehrter Behaa­rung (Hirsu­tismus) und Akne

Die wirksamste Therapie bei vermehrter Behaarung und Akne ist eine Pille, die antiandrogen wirksam ist. Diese Pillen enthalten ein anti­an­drogen wirk­sames Gestagen (wie Dros­pi­renon oder Dieno­gest) und haben einen relativ nied­rigen Ethiny­lestra­diol­ge­halt (z. B.: Yasmi­nelle® oder Valette®). Wenn Sie keine Pille einnehmen wollen, sollten zuerst lokale Maßnahmen ausge­schöpft werden. Hier kann Ihnen ein/ e Derma­to­logIn weiter­helfen. Sollte dies nicht zum Erfolg führen und der Leidens­druck groß sein, kann auch eine nicht­hor­mo­nelle Therapie mit Spiro­no­lacton einge­leitet werden. Dieses Medi­ka­ment wird „off-label“, das heißt außer­halb der ursprüng­lich fest­ge­legten Indi­ka­tion, einge­setzt. Es gibt aber bereits eine Viel­zahl von Unter­su­chungen, die zeigen, dass Spiro­no­lacton zu einer Verbes­se­rung der vermehrten Behaa­rung führt, wenn die Einnahme einer Pille nicht gewünscht wird oder nicht möglich ist. Auf eine sichere Verhü­tung muss unter dieser Therapie geachtet werden. 

Therapie bei Überge­wicht

Die Grundlage der Therapie sind Lebensstilmaßnahmen. Bei Problemen mit der Gewichts­re­duk­tion kann eine profes­sio­nelle Ernäh­rungs­be­ra­tung hilf­reich sein. Bei großen Problemen mit der Ernäh­rungs­um­stel­lung, wenn Heiß­hun­ger­an­fälle häufig sind oder wenn das Essver­halten proble­ma­tisch ist (Essen als Beloh­nung), kann in manchen Fällen eine psycho­the­ra­peu­ti­sche Unter­stüt­zung wichtig sein. Eine Empfeh­lung für einen konkreten Diättyp gibt es nicht. Gene­rell empfiehlt sich eine medi­ter­rane Ernäh­rungs­form und das Konzept des „intui­tiven Essens“. In manchen Fällen, vor allem wenn schon Vorstufen zu einem Diabetes mellitus vorhanden sind (Insu­lin­re­sis­tenz, Präd­ia­betes), kann auch eine Metfor­min­the­rapie sinn­voll sein, eine weitere Möglichkeit sind die neuen Adipositas-Medikamente (Abnehmspritzen, bitte link setze). 
Ich berate Sie gerne bei einem persön­li­chen Termin! 

Rolle der Pille in der Therapie des PCOS

Die Pille ist eine sympto­ma­ti­sche Therapie. Diese führt zu einem regel­mä­ßigen Zyklus und zu einer meist deut­li­chen Verbes­se­rung des Haut­bildes und der vermehrten Körper­be­haa­rung. Nach dem Absetzen der Pille treten die ursprüng­li­chen Beschwerden meist zeitnah wieder auf, manchmal sogar ausge­prägter als vor der Pillen­ein­nahme. Darüber hinaus ist die Einnahme der Pille neben einem gewissen Throm­bo­se­ri­siko häufig mit anderen Neben­wir­kungen wie Gewichts­zu­nahme oder Stim­mungs­schwan­kungen verbunden. Es ist daher eine indi­vi­du­elle Entschei­dung, ob Sie die Pille einnehmen möchten oder nicht. Aus endo­kri­no­lo­gi­scher Sicht ist die Einnahme der Pille jeden­falls nicht notwendig. 
Ich berate Sie gerne bezüg­lich alter­na­tiver Thera­pie­kon­zepte in einem persön­li­chen Termin! 

PCOS: Rolle des Lebens­stils?

Mit zuneh­mendem Körper­ge­wicht und vor allem Körper­fett­an­teil steigt der Spiegel der männ­li­chen Hormone. Daher nehmen auch die Beschwerden mit Zyklus­un­re­gel­mä­ßig­keiten, einge­schränkter Frucht­bar­keit, vermehrter Behaa­rung und Akne zu. Umge­kehrt führt eine Gewichts­re­duk­tion häufig zur Verbes­se­rung der Zyklus­pro­bleme und auch zu einem Rück­gang der Körper­be­haa­rung sowie zu einer Verbes­se­rung des Haut­bildes. Die Wahr­schein­lich­keit schwanger zu werden ist deut­lich höher, wenn Ihr Gewicht im Norm­be­reich liegt und Sie einen gesunden Lebens­stil mit regel­mä­ßiger körper­li­cher Bewe­gung haben. 

Ernäh­rung bei PCO-Syndrom 

Eine gesunde ausge­wo­gene Ernäh­rung ist die Grund­lage für das hormo­nelle Gleich­ge­wicht. Im Wesent­li­chen sollten Sie sich an der Ernäh­rungs­py­ra­mide orien­tieren. Für spezi­elle Diät­formen gibt es aktuell keine Evidenz, am besten hat sich die mediterrane Ernährung bewährt. Das Einhalten von ausreichenden Abständen zwischen den einzelnen Mahlzeiten kann vor allem bei einer Insulinresistenz sinnvoll sein, genauso wie die Reduktion von Zucker- und Weißmehlprodukten. 

Vitamin D-Mangel bei PCOS 

Ein Vitamin D-Mangel ist beim PCOS mit Zyklusstörungen, eingeschränkter Fruchtbarkeit, Übergewicht und Stoffwechselveränderungen verbunden. Die Vitamin D-Supple­men­tie­rung kann sich bei Frauen mit PCOS günstig auf das Zyklus­ver­halten und den Stoff­wechsel auswirken. Diese posi­tiven Effekte konnte ich unter anderem in meiner vom Wissen­schafts­fonds FWF geför­derten Studie nach­weisen. 

Ich empfehle Ihnen daher, wenn Sie ein PCOS haben, Ihren Vitamin D-Spiegel bestimmen zu lassen. Gerne können Sie dies in meiner Ordi­na­tion durch­führen lassen. Ich berate Sie bzgl. der opti­malen Vitamin D-Dosis in einem persön­li­chen Termin. 

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